Durchgeschüttelt werden Teil 1

Die erste christliche Gemeinschaft waren Jesus und seine zwölf Jünger.
Diese Gemeinschaft hatte das Potenzial ihr Umfeld zu verändern, Judäa zu verändern und am Ende sogar die Welt.
Diese Gemeinschaft würde die Botschaft Jesu weitertragen, sie würde Gottes Herrschaft in diese Welt bringen, den Armen dienen, die Verlorenen finden und vieles mehr.
Für Gottes Reich eine ungeheuer wichtige Gemeinschaft!
Für das Reich dieser Welt und das Reich der Finsternis eine ungeheuer gefährliche Gemeinschaft!
Und so erklärt es sich, dass Jesus bei seinem letzten Gespräch mit den Jüngern folgendes zu ihrem Leiter, nämlich Simon Petrus sagte: (Lukas 22,31-32)
31 »Simon, Simon! Pass gut auf! Gott hat dem Satan erlaubt, euch auf die Probe zu stellen und die Spreu vom Weizen zu scheiden. 32 Aber ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube an mich nicht aufhört. Wenn du dann wieder zu mir zurückgefunden hast, musst du deine Brüder und Schwestern im Glauben an mich stärken!«  (GNB)
Da ist diese wichtige und gleichzeitig gefährliche Gemeinschaft von Nachfolgern.
Und nun kommt der Satan genauso wie damals bei Hiob und will diese Truppe durchschütteln und durchsieben, wie man den Weizen im Sieb schüttelt, um die Spreu von den Weizenkörnern zu trennen.
Das griechische Wort für Teufel (Diabolus) bedeutet ja »durcheinander schmeißer«
Und genau das möchte der Teufel mit dieser ersten Gemeinschaft machen:
Er will sie durchschütteln, Dinge durcheinanderbringen, sie auf die Probe stellen, herausfordern, um zu sehen, was von ihnen am Ende übrig bleibt.
Dieses durchgeschüttelt werden geschieht unter anderem
Durch schwierige Umstände, in die diese Gemeinschaft gerät
Durch Fehler die sie begehen
Durch Nöte, die über sie hereinbrechen
Oder durch Verfolgung, in die sie geraten
Und plötzlich geht es los mit den Herausforderungen und Prüfungen!
Jesus wird verhaftet und abgeführt und auch den Jüngern droht die Verhaftung und sie müssen fliehen.
Petrus wird erkannt und muss entscheiden, ob er sich zu Jesus stellt oder nicht.
Später erlebt die Urgemeinde Verfolgung und die Apostel werden mehrmals ausgepeitscht.
Ein hochbegabter Homeland Security Mitarbeiter namens Saulus wird auf diese Gemeinschaft angesetzt, sie mit Stumpf und Stiel auszurotten.
Die Gemeinde erlebt Streit und einzelne Volksgruppen innerhalb ihrer Gemeinschaft leben in Konkurrenz zueinander.
Einer ihrer Anführer mit Namen Stephanus wir tatsächlich hingerichtet.
Einige Jahre später werden sie alle aus Jerusalem vertrieben und müssen an anderen Orten komplett neu beginnen.
Der Teufel will sehen, was von dieser ganzen Gemeinschaft übrig bleibt.
Was ist dran an ihrem Glauben?
Wie weit her ist es mit ihrer Nachfolge?
Wie lange hält ihr Vertrauen?
Ich glaube das, was Hiob und später diese erste Gemeinschaft der Jünger erlebt hat, ist wahrscheinlich auch ein Stück weit unsere Geschichte.
Wahrscheinlich gibt es kaum einen von uns, der in seinem Leben nicht immer wieder durchgeschüttelt wurde.
Jeder kann wahrscheinlich eine Geschichte erzählen, 
wo sein Leben drunter und drüber ging,
Wo eine Hiobsbotschaft nach der anderen kam,
Wo sein Leben in die Krise geriet,
Wo seine Ehe oder andere Beziehungen in Schieflage gerieten,
Wo er beruflich enorm herausgefordert, sogar überfordert war,
Wo plötzlich diese ernste Krankheit diagnostiziert wurde,
Wo  ihm der finanzielle Boden unter den Füßen weggezogen wurde,
Wo Gott trotz intensiver Gebete einfach geschwiegen hat,
Wo man von seiner Gegenwart so gar nichts gespürt hat,
Wo Zweifel und Fragen größer waren als Glaube und Vertrauen.
Wie ist es möglich mit all diesem durchgeschüttelt werden nicht loszulassen?
Wie bleibt denn tatsächlich etwas von uns übrig?
Wie finden wir zurück zu einer tiefen Leidenschaft und Begeisterung für Jesus?
Ich glaube wir lernen aus diesen Text des Lukasevangeliums drei ganz entscheidende Schritte:
Jesus erwähnt drei Schritte in seinem Gespräch mit Petrus:
32 Aber ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube an mich nicht aufhört. Wenn du dann wieder zu mir zurückgefunden hast, musst du deine Brüder und Schwestern im Glauben an mich stärken!«
Vertrauen
Umkehren und sich zurechtfinden
Die Brüder stärken

Was das konkret heißt kommt im nächsten Beitrag.

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