Was ich gerade lese…Red letter Revolution

Gerade lausche ich dem interessanten Gespräch zwischen Shane Claiborne und Tony Campolo.

Ich lese das Buch als Hörbuch über Audible.

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Die beiden Autoren haben das Buch in Dialogform geschrieben.

Ihr zentrales Thema sind die so genannten „roten Buchstaben“.
In vielen englischen Bibeln sind alle Worte, die Jesus direkt gesprochen hat, in roten Buchstaben gedruckt.
Es gibt nun eine neue Bewegung von Christen, die sich ganz besonders an diesen Aussagen Jesu für ihr Leben und ihren Glauben orientieren wollen.
Das Buch hat drei große Abschnitte: zum einen die Theologie der roten Buchstaben, das Leben der roten Buchstaben und die Welt der roten Buchstaben. In diesen drei Abschnitten werden nun ganz unterschiedliche Themen diskutiert und zwar immer unter dem Aspekt, was jesus dazu gesagt hat und wie ganz jesusmässiger Glaube dazu aussieht.
Es geht um Themen wie ihr  Gemeinschaft, Kirche, Liturgie oder die Heiligen. Es werden Themen angesprochen wie Hölle, der Islam oder die Wirtschaft. Im zweiten Abschnitt geht es dann um Themen wie die Familie, Umweltschutz, Homosexualität, Frauen, Rassismus, ziviler Ungehorsam oder Großzügigkeit. Im dritten Abschnitt dann um Themen wie Politik, Krieg und Frieden, Staatsschulden, der mittlere Osten oder die Mission.
Für mich ein sehr erfrischend ist Buch, das die Revolution der roten Buchstaben sehr gut zum Ausdruck bringt. Es ist eine tiefsinnige und zugleich höchst moderne Auseinandersetzung mit ganz aktuellen Themen. Es formuliert nicht die altbekannten evangelikalen Plattitüden, sondern ringt um einen jesusmäßigen Lebensstil und eine jesusmäßig die Theologie für das 21. Jahrhundert.
Es sei jedermann zum Lesen sehr empfohlen! Weitere Informationen könnt ihr den Links im Text entnehmen.

2 Kommentare

  1. klingt spannend
    muss ich mir auch mal reinziehen
    Gruss&Segen

  2. Nun bei Red-Letter Revolution begibt sich die Bewegung – so auftrichtig ihre Absichte auch sein mögen – auf dünnes Eis. Einen Teil der Bibel – selbst wenn es die authentisch rezitierten Worte Jesus selbst sind – zu überbetonen – gerät man in den Fallstrick Marcions: Der Kanon im Kanon. Alle christlichen Irrlehren haben sich aus dem Kanon im Kanon entwickelt. Der Überbetonung einer Aussage über alle anderen im Konsensus stehenden und sogar im widerspruch stehenden. Wenn wir sagen, ich folge Paulus und andere sagen ich aber folge Jesus: Dann sind wir nicht weiter als die Korinther. Als Inspiration mag diese Absicht der Red-Letter Betonung dienlich sein, aber daraus eine Bewegung zu formen, die authentischer, wahrer und elitätrer ist, als der Rest der Christenseit – da ist Vorsicht geboten. Wir Christen leben aus dem ganzen Ratschluss der Schrift in ihrem Zusammenhang, angewandt in unsere kulturelle Zeit hinein.

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